Zu seinem 70. Geburtstag hielt Charlie Chaplin ein Gedicht, das die Erkenntnisse zusammenfasst, die er erst begriff, als er sich selbst zu lieben begann. Es ist sehr inspirativ und zum Denken anregend.

Es ist die Rede eines Mannes, dessen Satz „Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein!" die Sensibilität und Zwiespältigkeit nur andeutet, mit der Chaplin wohl zu kämpfen hatte, als auch beschenkt wurde.

Als ich mich selbst zu lieben begann ... 

Als ich mich selbst zu lieben begann ...
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen an mich sind,
nicht gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich: Das nennt man Authentizität.

Als ich mich selbst zu lieben begann ...
habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beleidigen kann,
wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzudrücken,
obwohl ich wusste, dass die Zeit nicht reif und dieser Mensch nicht bereit war,
— auch wenn ich selbst dieser Mensch war.

Heute weiß ich: Das nennt man Respekt.

Als ich mich selbst zu lieben begann ...
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Einladung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, das nennt man Reife.

Als ich mich selbst zu lieben begann ...
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, 
was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich: Das nennt man Selbstbewusstsein.

Als ich mich selbst zu lieben begann ...
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Freude und Glück bringt,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus.

Heute weiß ich, das nennt man Einfachheit.

Als ich mich selbst zu lieben begann ...
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe.

Als ich mich selbst zu lieben begann ...
habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt: das nennt man Bescheidenheit.

Als ich mich selbst zu lieben began ...
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.

Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, 
so lebe ich heute jeden Tag, Tag für Tag, und nenne es Achtsamkeit.

Als ich mich zu lieben begann ...
da erkannte ich, dass mich mein Denken behindern und krank machen kann.

Als ich mich jedoch mit meinem Herzen verband,
bekam der Verstand einen wertvollen Verbündeten.

Diese Verbindung nenne ich heute Weisheit.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn selbst Sterne prallen manchmal aufeinander und dadurch entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!

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